Logo Leibniz Universität Hannover
Logo: IFW - Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen
Logo Leibniz Universität Hannover
Logo: IFW - Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen
  • Zielgruppen
  • Suche
 

Die Antragskizze Phoenix-D hat die erste Hürde auf dem Weg zum Exzellenzcluster genommen

Sollte der nun entstehende Vollantrag erfolgreich sein, wird Phoenix-D - "Photonics, Optics, and Engineering - Innovation Across Disciplines" - als Exzellenzcluster der Leibniz Universität ab Januar 2019 gefördert. Zu den Sprechern gehört mit Professor Ludger Overmeyer auch einer der Professoren am PZH. Inhaltlich beteiligt sind alle PZH-Professoren.

Die beiden weiteren Sprecher sind Professor Uwe Morgner und Professor Wolfgang Kowalsky. Die Initiative ging vom Hannoverschen Zentrum für Optische Technologien (HOT) aus. Neben der Leibniz Universität Hannover sind die TU Braunschweig, das Laserzentrum Hannover und das Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut) Hannover beteiligt. Die endgültige Entscheidung über die bundesweit insgesamt 45 bis 50 Exzellenzcluster fällt im September 2018. Ein Exzellenzcluster hat eine Laufzeit von zunächst sieben Jahren mit der Option auf Verlängerung. Die Exzellenzcluster können mit einem Umfang von je 3 bis 10 Millionen Euro jährlich gefördert werden.

Phoenix-D verbindet auf einzigartige Weise Grundlagen der Optik mit der rasanten Entwicklung in der Produktionstechnik; so gehört es etwa zum Ziel des Forschungsverbundes, optische Präzisionsgeräte schnell und kostengünstig aus additiver Fertigung wie 3D-Druck herzustellen. Wissenschaftler aus dem Maschinenbau, der Physik, der Elektrotechnik, Informatik und Chemie arbeiten gemeinsam an der Simulation, Fabrikation und Anwendung optischer Systeme. Bislang werden optische Linsen aus Glas und das umgebende Gehäuse in mehreren Arbeitsschritten – oftmals in Handarbeit – hergestellt. Die Experten der unterschiedlichen Disziplinen arbeiten nun an einem digitalisierten Fertigungssystem, das individualisierte Produkte herstellen kann.

In der Landwirtschaft etwa könnte der Einsatz von Chemie gegen Unkraut auf dem Acker minimiert werden. Durch die Präzisionsoptik kann ein Sensor die Pflanzen registrieren und Unkraut erkennen, das dann gezielt mit einem Laser zerstört werden kann.(siehe: Licht statt Chemie, Reportage, 2016)) Für diese Anwendung sind optische Bauteile in der Herstellung bisher zu teuer. Auch individualisierte Optik für den medizinischen Bereich ist eine Anwendungsmöglichkeit. Zum Beispiel wird eine schnellere Blutanalyse zur Diagnostik von Krankheiten möglich.

Auch eine zweite Exzellenzcluster-Initiative der Leibniz Universität ist erfolgreich: QuantumFrontiers (Light and Matter at the Quantum Frontier: Foundations and Applications in Metrology) mit den Sprecher Professor Karsten Danzmann, Professor Piet O. Schmidt, Professor Andreas Waag.

Quelle: Presseinformation der LUH