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Bernd Breidenstein wird am IFW habilitiert

Auch 2011 geht aus den Reihen der PZH-Wissenschaftler eine Habilitation hervor: Der promovierte Naturwissenschaftler und Leiter der Analytik am Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen (IFW), Bernd Breidenstein, hielt am 26. Oktober 2011 seinen Habilitationsvortrag über den Stand der Wissenschaft zum Thema Eigenspannungen.

(28.10.2011) – »Eigenspannungen – Einstellen, Nachweisen, Nachfragen« hieß der Vortrag, in dem Breidenstein dem Publikum und der Prüfungskommission eins seiner Spezialgebiete vorstellte: Wie Eigenspannungen die Lebensdauer von technischen Bauteilen und Werkzeugen wie Fräser oder Bohrer entscheidend beeinflussen – und wie man diese Eigenspannungen erzeugt, nachweist und simuliert. Sein Fazit: »Vieles können wir noch nicht: Viele Eigenspannungen können wir nicht vorhersagen und erst recht nicht gezielt einstellen. Es gibt noch viel zu tun.«

Breidenstein, 1957 geboren, begann sein Berufsleben mit einem Fehlstart: Die Ausbildung zum Großhandels­kaufmann brach er nach zwei Jahren ab. Sein Studium der Mineralogie in Marburg und Göttingen gefiel ihm anschließend deutlich besser; 1989 promovierte er an der TU Clausthal auf dem Gebiet der Kristallografie. Es folgten zwölf Jahre in der Industrie, im Richard Seifert & Co. Röntgenwerk in Ahrensburg und bei Siemens in Hamburg.

2001 kehrte er zurück zur Hochschulforschung: Am Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen leitet er mittlerweile seit fast zehn Jahren die Analytik; seit vielen Jahren hält er dort außerdem die »Spanen«-Vorlesung. Im DFG-Sonderforschungsbereich »Gentelligente Bauteile im Lebenszyklus« leitet er – gemeinsam mit Professor Berend Denkena vom IFW und Professor Jörn Ostermann vom TNT – das Teilprojekt »Bauteiloberflächen und -randzonen mit gentelligenten Eigenschaften«. In diesem Teilprojekt untersuchen die Wissenschaftler, wie das Bauteil selbst als Datenträger für Informationen, die es selbst betreffen, genutzt werden kann. Dazu verwenden sie insbesondere Mikrostrukturen und Eigenspannungsänderungen.

Mit seiner Habilitation auf dem Gebiet der Fertigungstechnik hat er sich nun der höchsten akademischen Prüfung unterzogen und seiner naturwissenschaftlichen Auszeichnung eine ingenieurwissenschaftliche hinzugefügt. Die Habilitationsschrift, ein Buch mit dem Titel »Oberflächen und Randzonen hoch belasteter Bauteile« wird in Kürze im PZH Verlag erscheinen. Und am 16. Dezember 2011 folgt die Antrittsvorlesung. Mit diesem Tag heißt es dann offiziell »Dr. rer. nat. habil. Bernd Breidenstein«.