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Planen, fertigen, simulieren: Schüler können sich für Forschungsarbeitsplätze bewerben

Alle sechs Institute des Produktionstechnischen Zentrums der Leibniz Universität Hannover bieten Jugendlichen die Möglichkeit, in Forschungsprojekten mitzuwirken. Die hannoversche STRATMANN STIFTUNG sorgt dafür, dass diese Arbeit auch vergütet werden kann.

Wer bereits während der Schulzeit ausprobieren möchte, was Forschung im Maschinenbau bedeutet und wie dort gearbeitet wird, kann sich für einen der knapp 20 Schülerarbeitsplätze bewerben, die am Produktionstechnischen Zentrum Hannover (PZH) eingerichtet wurden. Fabriken planen, neue Werkstoffe entwickeln, in der Biomedizintechnik forschen – die Vielfalt  der Einsatzgebiete ist groß, denn alle sechs Institute des PZH stellen Plätze und entsprechende Betreuer bereit.

In einer Pilotphase konnten bereits einzelne Schüler und auch Wissenschaftler erste Erfahrungen mit diesen Arbeitsplätzen sammeln: „Der erste Schüler hat sich bei uns mit Simulationen beschäftigt – jetzt studiert er technische Informatik, bleibt uns aber als studentische Hilfskraft treu. Unser zweiter Schüler wollte lieber im Reinraum mitarbeiten. Und genau das macht er jetzt auch, sehr erfolgreich“, erzählt Alexander Belski, Ingenieurwissenschaftler am Institut für Mikroproduktionstechnik. Anna Samp, Wissenschaftlerin am Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen, ist besonders stolz darauf, dass ihre Schülerin nach einigen Monaten ihren Studienwunsch geändert hat: Sie will jetzt Maschinenbau studieren.

Für drei bis sechs Monate sind die Schüler, die mindestens 16 Jahre alt sein müssen, jeweils dabei. Mit wenigen Stunden pro Woche während der Schulzeit und mehr Zeit während der Ferien – dazu gibt es individuelle Absprachen. Eine Stunde wird mit 6,80 Euro vergütet. Die STRATMANN STIFTUNG und der Rotary Club Hannover Leineschloss übernehmen diese Kosten. Michael Stratmann von der STRATMANN STIFTUNG begründet das Engagement: „Die deutsche Wirtschaft hat großen Bedarf an Hochschulabsolventen mit MINT-Hintergrund – also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Wir wollen dazu beitragen, das Interesse von Kindern und Jugendlichen für MINT-Themen früh zu wecken.“

Professor Berend Denkena, Leiter des Instituts für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen am PZH, hat das Angebot der Stiftung im Namen des PZH gern angenommen, zumal die im PZH ansässigen Sonderforschungsbereiche gute Erfahrungen mit forschenden Schülern gemacht haben. Besonders gern gesehen ist es, wenn auf diesem Wege auch mehr Mädchen und junge Frauen den Weg ins PZH finden. „Es gibt bei den Schülerinnen ein so großes, bisher nicht genutztes Potenzial, und wir können und wollen es uns längst nicht mehr leisten, darauf zu verzichten“, so Denkena.

Wie kann man sich bewerben?

Bitte Anschreiben, Foto, Lebenslauf und aktuelles Zeugnis an die STRATMANN STIFTUNG senden: edith.tomitzekstratmannstiftung.de.

Wichtig ist, sich vorher auf der Homepage www.pzh-hannover.de einen Überblick über die Arbeit der sechs Institute zu verschaffen und in der Bewerbung anzugeben, für welches Institut (eventuell mit Zweitwunsch) die Bewerbung gilt.


Hinweis an die Redaktion:
Für weitere Informationen zu den MINT-Arbeitsplätzen der STRATMANN STIFTUNG am PZH steht Ihnen Professor Berend Denkena vom Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen unter Telefon 0511 762 19333 oder per E-Mail unter denkena@ifw.uni-hannover.de zur Verfügung.