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SHOREliner - Entwicklung eines klimaneutralen Faserverbund-Flugzeugs mit robusten aerodynamischen und STOL-Eigenschaften für den Einsatz als Multi-Purpose-Commuter

SHOREliner - Entwicklung eines klimaneutralen Faserverbund-Flugzeugs mit robusten aerodynamischen und STOL-Eigenschaften für den Einsatz als Multi-Purpose-Commuter

E-Mail:  tiemann@ifw.uni-hannover.de
Team:  Tiemann, Tim; Garthe, David
Jahr:  2023
Förderung:  BMWE (LuFo VI-3)
Laufzeit:  01/2023 - 12/2026

Die Realisierung einer umweltfreundlichen Luftfahrt erfordert neben emissionsfreien Antrieben – wie im batterieelektrischen MDA1 eViator – auch eine CO₂-neutrale und ressourcenschonende Produktion. In der Praxis, insbesondere bei kleinen und mittleren Unternehmen, werden Fertigungsaspekte jedoch häufig erst in späten Entwicklungsphasen berücksichtigt. Dies führt zu kosten- und zeitintensiven Iterationsschleifen, ineffizienten Prozessen und erhöhtem Strukturgewicht. Es fehlen derzeit Methoden, die eine frühzeitige und ganzheitliche Bewertung von Prozessketten hinsichtlich Herstellbarkeit, Wirtschaftlichkeit sowie Energie- und Ressourcenverbrauch ermöglichen.

 

Zielsetzung

Das globale Ziel des IFW-Teilprojekts ist die Ermöglichung einer CO2-neutralen Serienfertigung des MDA1 eViators unter KMU-spezifischen, wirtschaftlichen Randbedingungen. Technologisches Hauptziel ist die Entwicklung einer multidisziplinären Methode zur Bewertung und Optimierung von Prozesskettenalternativen. Hierfür wird ein dynamisches Prozesskettenmodell zur Berechnung des Energie- und Ressourcenverbrauchs entwickelt. Parallel erfolgt die Entwicklung einer automatischen, KI-gestützten Herstellbarkeitsanalyse zur frühzeitigen Integration von Fertigungsrestriktionen in den Entwurfsprozess.

Potenzieller Nutzen für die Praxis:

  • Reduktion des Energie- und Ressourcenverbrauchs der Prozesskette
  • Verkürzung der Entwicklungszeit und -kosten durch frühzeitige Fertigungsbewertung
  • Ganzheitliche Auslegung CO2-neutraler und wirtschaftlicher Fertigungsprozesse

 

Vorteile

  • Reduktion der Entwicklungszeit und -kosten
  • Senkung Energie-/Ressourcenverbrauch
  • Auslegung CO2-neutraler Prozessketten
  • Sicherstellung der Herstellbarkeit mit KMU-Fokus

 

Vorgehen

Das Vorgehen des IFW umfasst die Identifikation KMU-fähiger Fertigungstechnologien mit hohem Automatisierungspotenzial. Im Fokus steht das Automated Fiber Placement, eine über Industrieroboter automatisierbare Legetechnologie für Carbonfaser-Tapes. In experimentellen Herstellbarkeitsanalysen führt das IFW Untersuchungen zur Umsetzung unkonventionell versteifter Rumpfstrukturen durch, die gemeinsam mit dem Institut für Flugzeugbau und  Leichtbau der TU Braunschweig entwickelt werden. Für diese und für weitere Technologien werden digitale Prozesszwillinge entwickelt und zu einem dynamischen Prozesskettenmodell verknüpft.

 

 

Sie haben auch Interesse an einem Kooperationsprojekt?

Kontaktieren Sie Tim Tiemann per E-Mail an tiemann@ifw.uni.hannover.de.