Die Herstellung von Zahnimplantaten ist ein komplexer Prozess mit zahlreichen von Arbeits- und Fertigungsschritten. Dabei können Fertigungs- und Handhabungsfehler zu Defekten wie Rissen, Ausbrüchen, Abplatzungen oder sogenannten Pickel führen. Bleiben diese Defekte in der Qualitätskontrolle unerkannt, besteht ein hohes Gesundheitsrisiko für die Patientinnen und Patienten. Im schlimmsten Fall muss ein Implantat in einer erneuten Operation ausgetauscht werden.
Im Projekt „Automatisierte Qualitätsüberwachung für seltenerdstabilisierte Zirkoniumdioxid Dentalimplantate mit hoher Festigkeit und Bruchzähigkeit“ (AQ-ZirkonDent-HFB) forschen die Moje Keramik-Implantate GmbH & Co. KG, das Institut für Keramische Materialien und Technologien (IKMT) Stuttgart sowie das IFW an neuen Keramiken und an Verfahren zur automatisierten Qualitätskontrolle, um die Qualität Implantatqualität weiter zu steigern.
Das IFW entwickelt hierfür einen Prüfstand, der die bislang manuell durchgeführte Qualitätskontrolle in einen automatisierten Prozess überführt. Er besteht aus einer Handhabungseinheit, die die Implantate greift und vor einem Kamerasystem mit regelbarer Beleuchtung positioniert. Anschließen erfolgt eine 100-Prozent-Kontrolle, bei der mögliche Defekte zuverlässig erkannt werden. So wird nicht nur die hohe Qualität des Endprodukts sichergestellt, sondern auch der Fertigungsprozess optimiert.
Das Projekt wird im Rahmen des „Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand“ (ZIM) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) gefördert. Es ist am 01.08.2025 gestartet und läuft bis zum 29.02.2028.
Für weitere Informationen steht Ihnen Paul Krombach, Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen der Leibniz Universität Hannover, unter Telefon +49 511 762 18311 oder per E-Mail (krombach@ifw.uni-hannover.de) gern zur Verfügung