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Laser trifft Schleiftechnik: Neue Prozesskette für leistungsfähige PcBN-Kugellaufbahnfräser

Laser trifft Schleiftechnik: Neue Prozesskette für leistungsfähige PcBN-Kugellaufbahnfräser

Im neuen Transferprojekt „Innovative Fertigungsprozesskette für die Herstellung von Kugellaufbahnfräsern“ entwickelt das IFW gemeinsam mit MAPAL Dr. Kress SE & Co. KG und Volkswagen Group Components eine innovative Prozesskette zur Herstellung von PcBN-Kugellaufbahnfräsern. Auf Basis zweier abgeschlossenen Forschungsvorhaben sollen optimierte Schleifprozesse mit einer laserbasierten Kantenpräparation kombiniert werden. Ziel ist es, die Werkzeugleistung signifikant zu steigern und den Fertigungsaufwand deutlich zu senken.

PcBN-Kugellaufbahnfräser sind Hochleistungswerkzeuge, die bei der Bearbeitung komplexer Geometrien zum Einsatz kommen. Ihre Herstellung ist bislang mit hohem Zeit- und Ressourcenaufwand verbunden. Zudem fehlen etablierte und qualifizierte Prozesse zur gezielten Gestaltung der Schneidkantenmikrogeometrie – ein entscheidender Faktor für die Leistungsfähigkeit der Werkzeuge.

Im Transferprojekt wird daher eine durchgängige Prozesskette entwickelt, die erstmals Erkenntnisse aus bereits abgeschlossenen Forschungsvorhaben zur laserbasierten und schleiftechnischen Bearbeitung von PcBN in die industrielle Anwendung überführt. Die zentrale Hypothese lautet: Durch den gezielten Transfer lassen sich Wirtschaftlichkeit und Werkzeugperformance signifikant steigern.

Im Fokus stehen die Etablierung effizienter Laserprozesse, die Weiterentwicklung schneidstoffspezifischer Schleifstrategien sowie die Realisierung angepasster Schneidkantenmikrogeometrien an Kugellaufbahnfräsern. Die kombinierte Anwendung von Schleif- und Lasertechnologie führt zu Werkzeugen mit maßgeschneiderten Schneidkanten, die nicht nur die Standzeit erhöhen, sondern auch die Prozessstabilität verbessern und die Eigenschaften der Bauteilrandzone gezielt beeinflussen.

Die beiden Industriepartner bringen dabei ihre spezifische Expertise ein: MAPAL Dr. Kress SE & Co. KG legt den Fokus auf eine wirtschaftlichere Fertigung und laserbasierte Kantenpräparation, während Volkswagen Group Components einen entscheidenden Beitrag zur praxisnahen Umsetzung der entwickelten Fertigungsansätze leistet, insbesondere durch den gezielten Einsatz der Werkzeuge unter seriennahen Bedingungen.

Für weitere Informationen steht Ihnen Mohamad Kraja unter der Telefonnummer +49 511 762 19074 oder per E-Mail unter kraja@ifw.uni-hannover.de gerne zur Verfügung.