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Neues exklusives Industrieforum Schleifwerkzeugherstellung

Neues exklusives Industrieforum Schleifwerkzeugherstellung

© IFW
Innovatives Einzelkornwerkzeug

Die Ansprüche an die Oberflächenqualität bei gleichzeitig hoher Produktivität von schleifend bearbeiteten Werkstücken steigt stetig. Hierdurch werden gleichzeitig auch immer größere Anforderungen an die Schleifwerkzeuge gestellt. Der Herstellprozess muss, um diesen Anforderungen entsprechen zu können, ständig optimiert werden. Am Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen (IFW) wurde hierfür ein eigenes Industrieforum gegründet, dass die Wechselwirkungen entlang der Prozesskette der Schleifwerkzeugherstellung erforscht. Dies ermöglicht es in enger Zusammenarbeit mit einem Konsortium aus Schleifwerkzeugherstellern mittels industrienaher Forschung Lösungen für praxisrelevante Problemstellungen zu entwickeln.

Schleifwerkzeuge mit Superabrasives werden verwendet, wenn hohe Anforderungen an das Werkzeug gestellt werden. Der Herstellungsprozess unterliegt einer Vielzahl von Einflussgrößen. Bereits die Auswahl des Schleifkorns und des Bindungsmaterials bestimmt maßgeblich die resultierenden Eigenschaften des Schleifwerkzeugs. Die Stellgrößen des Sinterprozesses müssen an die jeweilige Bindung angepasst werden, um die optimalen Eigenschaften für den spezifischen Anwendungsfall einzustellen. Es besteht hierdurch ein ständiger Bedarf an Optimierungsprozessen.

Innerhalb des Industrieforums Schleifwerkzeugherstellung werden in enger Kooperation zwischen dem IFW und den beteiligten Unternehmen die Wechselwirkungen entlang der Prozesskette der Schleifwerkzeugherstellung erforscht. Dies reicht von der Charakterisierung bis zur Entwicklung und Herstellung von Schleifwerkzeugen. Auf Basis der generierten Erkenntnisse werden praktische Handlungsempfehlungen für den industrienahen Einsatz abgeleitet. Dies ermöglicht es, die Herstellungsprozesse auf Basis dieser Grundlagen individuell zu optimieren.

Patrick Dzierzawa: „Wir sind stolz, dass wir ein Industrieforum ausschließlich für Schleifwerkzeughersteller aufbauen konnten. Den Mitgliedern wird hier eine eigene Diskussionsplattform geboten, in der sie Forschungsideen einbringen können, die kurzfristig umgesetzt werden. Sie bestimmen somit aktiv die Ausrichtung des Industrieforums mit. Wir sind optimistisch, dass dieses Industrieforum genauso erfolgreich wird wie die bereits am IFW etablierten Industrieforen“.

Im Oktober dieses Jahr findet bereits das zweite Arbeitskreistreffen statt. Die Themen reichen dabei von der Untersuchung von keramischen gebundenen Schleifbelägen über den Einfluss der Abkühlphase auf die Eigenspannungen im Schleifbelag metallisch gebundener Schleifwerkzeuge bis hin zu dem Einfluss der Kornbeschichtungen auf das Einsatzverhalten.

Für weitere Informationen steht Ihnen M. Sc. Patrick Dzierzawa, Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen, unter Telefon +49 511 762 18306 oder per E-Mail unter dzierzawa@ifw.uni-hannover.de gern zur Verfügung oder besuchen Sie die Internetseite des Industrieforums: http://www.pin-hannover.de/industrieforen/industrieforum-schleifwerkzeugherstellung/