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WGP-Netzwerktreffen - Sport verbindet

WGP-Netzwerktreffen - Sport verbindet

© @IFW Heinrich Klemme

Über 200 Forschende der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Produktionstechnik (WGP) netzwerkten und kickten in Chemnitz

Am 29. und 30. August 2019 hatte das Institut für Werkzeugmaschinen und Produktionsprozesse IWP der Technischen Universität Chemnitz unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Welf-Guntram Drossel, Leiter der Professur Adaptronik und Funktionsleichtbau an der TU Chemnitz, ein Netzwerktreffen der besonderen Art ausgerichtet: Im Rahmen des Treffens der WGP hatten sich 21 Institute  zum wissenschaftlichen Austausch und zum Fußballspielen getroffen.

Abwechslungsreiches Programm im Rahmen des zweitägigen Treffens

Um den institutsübergreifenden Austausch zu fördern, findet seit 1995 einmal jährlich an einem Mitgliedsinstitut das WGP-Netzwerktreffen statt. Am ersten Tag des Treffens standen sportliche Begegnungen auf dem Gelände des BSC Rapid Chemnitz e.V. im Stadtteil Kappel auf dem Programm. Neben dem IFW waren auch das Institut für Umformtechnik und Umformmaschinen (IFUM) und das Institut für Fabrikanlagen und Logistik (IFA) des PZH gemeldet. Nachdem das IFW Platz zwei von sieben Teams in der Vorrundengruppe erreichen konnte, musste man sich in der hartumkämpften Zwischenrunde mit zwei Unentschieden und einer knappen Niederlage zufriedengeben. Im anschließenden Spiel um Platz fünf machten sich nicht nur die bereits absolvierten neun Spiele, sondern auch die drückende Luft deutlich bemerkbar. In einem entschleunigten Spiel verlor die Starauswahl des IFW zwar deutlich mit 0:2 gegen das Team aus Kaiserslautern, konnte das Turnier jedoch ohne nennenswerte Verletzungen beenden. Immerhin konnte mit einem hervorragenden sechsten Platz die inoffizielle PZH-Meisterschaft erfolgreich verteidigt werden. Im packenden Finale ging das Team vom Lehrstuhl für Produktionssysteme der Ruhruniversität Bochum nach Neunmeterschießen als Turniersieger gegen das Team aus Aachen hervor.

„Am Ende kann jedes Institut, egal ob Sieger oder Verlierer, einen Pokal mit nach Hause nehmen, weil es beim WGP-Netzwerktreffen die schöne Tradition gibt, dass jede Mannschaft zum Turnier einen Wanderpokal zum Weitergeben mitbringt“, erklärte Organisationschef Simon Kimme.

Am zweiten Tag haben die Gäste den Forschungsstandort Chemnitz näher kennengelernt. Nach einem Vortrag über die Forschungsschwerpunkte, konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Versuchsfelder des IWP, des Fraunhofer-Instituts für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU und des MERGE-Exzellenzclusters besichtigen. Highlights waren unter anderem Einblicke in den Sonderforschungsbereich/Transregio 96 „Thermo-energetische Gestaltung von Werkzeugmaschinen“ sowie das Virtual Reality Center Production Engineering.

Hintergrund: WGP

Die WGP ist ein Zusammenschluss führender deutscher Professorinnen und Professoren der Produktionstechnik aus 41 Instituten und vereinigt rund 2.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die in der Grundlagenforschung sowie der angewandten und Industrieforschung arbeiten. Fachlich erstreckt sich die Orientierung von den spanenden wie spanlosen Fertigungsverfahren über die zugehörigen Maschinen und Anlagen, von der Robotik und Montagetechnik bis hin zu Fragen des Produktionsmanagements, der Arbeitsgestaltung und der Produktionslogistik. „In Kooperation mit wissenschaftlichen Instituten, gesellschaftlichen und politischen Verbänden sowie der Industrie, fördert die WGP Innovationen durch Forschung, Entwicklung und Wissenstransfer“, beschreibt Prof. Dr. Drossel die Rolle der Vereinigung. Die WGP berät bei Forschungsprojekten, gestaltet die Rahmenprogramme mit und treibt so die Kommunikation und Kooperation im wissenschaftlichen und industriellen Umfeld voran. Weitere Schwerpunkte sind die Qualifizierung durch wissenschaftliche Ausbildung sowie die Förderung des ingenieurwissenschaftlichen Nachwuchses.