InstitutNews und VeranstaltungenNews
Zukunftscluster-Finalist „Dualtwins4Industry“ eingereicht

Zukunftscluster-Finalist „Dualtwins4Industry“ eingereicht

© IFW
Duale digiale Zwillinge – DualTwins – im Lebenszyklus

Im Rahmen der Initiative „Clusters4Future“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung hat der Zukunftscluster-Finalist „DualTwins4Industry“ unter Leitung von Instituten der Leibniz Universität Hannover ein innovatives Konzept zur Stärkung der regionalen Wirtschaft eingereicht. DualTwins4Industry entwickelt mithilfe eines interdisziplinären Innovationsprozesses zusammen mit bereits 71 assoziierten Partnern duale digitale Zwillinge (DualTwins). DualTwins bestehen aus den digitalen Zwillingen des Produkts und eines Geschäftsprozesses und sollen bei der Entscheidungsfindung durch automatisierte Assistenzsysteme unterstützen. Ziel dabei ist es, DualTwins über mehrere Lebenszyklusstufen hinweg konsequent in eine digitale Wertschöpfungskette zu integrieren und relevante Akteure zu vernetzen.

Ziel des Zukunftscluster-Finalisten DualTwins4Industry (DT4I) ist es, ein Netzwerk aufzubauen, das die Digitalisierung und Nachhaltigkeit von Produkten und Geschäftsprozessen bei zahlreichen Unternehmen zunächst in Norddeutschland vorantreibt. „Mit dualen digitalen Zwillingen (DualTwins) soll eine durchgängig digitalisierte Prozesskette geschaffen werden und die Region zum Leuchtturm für den Innovationsstandort Deutschland werden“, erläutert Simon Settnik, der als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen an der Konzeption des Clusters beteiligt ist. DualTwins bestehen aus den digitalen Zwillingen des Produkts und eines Geschäftsprozesses und sollen bei der Entscheidungsfindung durch automatisierte Assistenzsysteme unterstützen.  Bereits 71 assoziierte Akteure aus Wirtschaft, Gesellschaft und Wissenschaft konnten für die Idee begeistert werden und haben sich mit DT4I assoziiert. Zu dem interdisziplinären Konsortium zählen neben Instituten der Leibniz Universität Hannover Großunternehmen wie die Continental Reifen Deutschland GmbH, mittelständische Unternehmen wie die Halocline GmbH & Co. KG und zahlreiche Verbände (u. a. Verband der Metallindustriellen Niedersachsens e.V. und VDMA
e. V.).  Nach Entscheidung der Jury über die Förderung ist der Projektstart für den Jahresbeginn 2023 vorgesehen. Anschließend kann das Netzwerk von DT4I über neun Jahre mit bis zu 45.000.000€ gefördert und kontinuierlich erweitert werden.

DualTwins4Industry will nicht nur die digitale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands im internationalen Vergleich steigern, den gesellschaftlichen Wohlstand fördern und die Lebensqualität der Menschen hierzulande verbessern, sondern auch einen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz leisten. Ein wichtiger Faktor ist hierbei die Vereinbarkeit ökonomischer und ökologischer Ziele zu unterstützen, indem mittels DualTwins die Produktionseffizienz gesteigert, Ressourcen gespart und Regenerations- und Recyclingprozesse optimiert werden. Hierzu sind Think Tanks, Pilotprojekte und eine Experimentierfabrik geplant, die mit innovativen Assistenzsystemen entlang des gesamten Produktlebenszyklus von Entwurf, über die Produktion bis hin zum Recycling Geschäftsprozesse effizienter gestalten sollen.

Mit künstlicher Intelligenz ausgestattete Assistenzsysteme können entstehen, wenn Informationen über Produkte und deren Eigenschaften sowie Anforderungen detailliert digital gespeichert und mit Produktionssystemdaten und Prozessmodellen verknüpft werden. Optimierte Produktentwicklung, höhere Maschinenauslastung und Anlagenverfügbarkeit sparen Energie und Ressourcen und tragen zur Realisierung von Rentabilitäts- und Nachhaltigkeitszielen bei. Gleichzeitig wird der Arbeitsalltag der Mitarbeitenden bereichert, indem monotone Routineaufgaben reduziert und Kernkompetenzen gestärkt werden. Zusätzlich sorgen die Weiterbildungsangebote des Education Lab im Umgang mit den neuen Technologien für zukunftsfähige und regionale Arbeitsplätze. Darüber hinaus gewährleisten zielgruppenorientierte Veranstaltungen (Impulsvorträge, Workshops, Hackathons) im Regional Innovation Hub den Wissens- und Technologietransfer zu regionalen Unternehmen und der breiten Öffentlichkeit, sodass eine kritische Masse an Akteuren mobilisiert wird.

Wenn Sie über die Entwicklung von DualTwins4Industry auf dem Laufenden bleiben wollen oder an einer Teilnahme interessiert sind, steht Ihnen Simon Settnik, Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen der Leibniz Universität Hannover, unter Telefon +49 (0) 511 – 18352 oder per E-Mail (settnik@ifw.uni-hannover.de) gern für weitere Informationen zur Verfügung. Besuchen Sie  außerdem gerne unsere Website.