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Kombinationsverfahren aus Schleifen und Walzen

Kombinationsverfahren aus Schleifen und Walzen

© IFW
Konzeptioneller Aufbau und Funktionsweise des Kombinationsverfahrens
Leaders:  Prof. Dr.-Ing. Berend Denkena
Email:  gartzke@ifw.uni-hannover.de
Team:  Tobias Gartzke
Year:  2019
Date:  05-03-20
Sponsors:  AiF
Lifespan:  05/2019-04/2021

Schleifen wird als Fertigungsprozess vorrangig zur Herstellung hoher Oberflächen und Randzonenqualitäten verwendet. Eine Steigerung der Produktivität lässt sich nur bei einer Sicherstellung dieser Qualitäten realisieren. Jedoch führt eine Steigerung der Prozessstellgrößen von Schleifprozessen zu einem Anstieg der Bauteilrauheit sowie zu unerwünschter Zugeigenspannung in der Bauteilrandzone. Diese Zusammenhänge limitieren entsprechend die Leistungssteigerung von Schleifprozessen, können jedoch durch nachgelagerte Fertigungsschritte, wie dem Festwalzen, kompensiert werden. Diese Verfahren bedeuten jedoch einen zusätzlichen Bearbeitungsvorgang. Aus diesem Grund hat dieses Vorhaben die Entwicklung und Erforschung eines neuartigen hybriden Bearbeitungsprozesses, bestehend aus den Teilprozessen Schleifen und Festwalzen für rotationssymmetrische Bauteile zum Ziel. Um dieses Ziel zu erreichen, sind die Bereitstellung eines geeigneten Bearbeitungskonzeptes sowie die Erforschung seiner Leistungsgrenzen erforderlich. Darüber hinaus erfolgen Betrachtungen der resultierenden Bauteilqualität in Abhängigkeit der Eingangsgrößen sowie die Gegenüberstellung mit konkurrierenden Verfahren aus der geometrisch bestimmten Zerspanung. Nach erfolgreichem Projektabschluss wird ein neues Bearbeitungskonzept rotationsymmetrischer Bauteile vorliegen. Dieses wird der metallverarbeitenden Industrie und insbesondere den KMUs technologische sowie wirtschaftliche Vorteile ermöglichen. Aus technologischer Sicht können hohe, bisher kritische Zeitspanvolumina in Kombination mit hoher Oberflächengüte hergestellt werden, sodass Bauteile mit höherer Lebensdauer auf den Markt gebracht werden können. Dies erhöht die Wettbewerbsfähigkeit der KMUs. Hinzu kommt, dass keine zusätzlichen Fertigungsschritte zur Randzonenmodifikation erforderlich wären, sodass Fertigungskosten eingespart und die Produktivität erhöht wird.