AQ-ZirkonDent-HFB Automatisierte Qualitätsüberwachung für seltenerdstabilisierte Zirkoniumdioxid Dentalimplantate mit hoher Festigkeit und Bruchzähigkeit
| E-Mail: | krombach@ifw.uni-hannover.de |
| Team: | Krombach, Paul |
| Jahr: | 2025 |
| Förderung: | Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand - ZIM |
| Laufzeit: | 08/2025 - 07/2028 |
Die Qualitätskontrolle bei der Moje Keramik-Implantate GmbH & Co. KG erfolgt momentan rein manuell und ist in mehrere Schritte unterteilt. Zunächst werden die Implantate mittels UV-fluoreszierendem Penetrant eingefärbt und auf Fehlstellen untersucht. Implantate ohne Auffälligkeiten werden im Anschluss gewaschen. Daraufhin erfolgt ein HIP-Prozess (Heiß-Isostatisches Pressen), durch den die mechanischen Eigenschaften der Implantate verbessert werden und letzte Rückstände des Penetrants entfernt werden. Abschließend erfolgt eine optische Qualitätsprüfung im Vier-Augen-Prinzip. Jedes Implantat wird in einer 100 %-Kontrolle von zwei Mitarbeiterinnen geprüft. Dies ist ein zeitaufwendiger und damit kostenintensiver Prozess. Darüber hinaus ist die Produktion durch die Anzahl der am Tag prüfbaren Teile limitiert. Die Qualitätskontrolle beeinflusst daher wesentlich den Umsatz sowie die Gewinne des Unternehmens.
Zielsetzung
Im Projekt soll daher ein automatisierter Prüfstand für die Qualitätskontrolle entwickelt werden. Hierfür wird an einem Handhabungssystem und einer Methode für die bildbasierte Detektion von Defekten geforscht. Das Handhabungssystem rotiert dabei die Implantate vor einem Kamerasystem. Die Bilder werden automatisiert ausgewertet und Defekte detektiert. Implantate ohne Defekte gelten dabei als Gutteile. In einem ersten Schritt soll durch den Prüfstand auf die doppelte Kontrolle verzichtet werden. Wenn das System eine hohe Robustheit aufweist, kann langfristig die Kontrolle auch zu 100 % automatisiert erfolgen. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Qualitätskontrolle durch die Bildaufnahmen dokumentiert wird. Eine Rückverfolgung bei Reklamationen wird somit wesentlich vereinfacht.
Vorteile
- Erhöht den Automatisierungsgrad
- Entlastet Personal
- Führt zu einem erhöhten Durchsatz und damit zu erhöhter Produktionskapazität
- Senkt Kosten
- Senkt Reklamationen
- Ermöglicht transparente Dokumentation und Nachverfolgbarkeit
Vorgehen
Im Projekt wird zunächst ein Kamera- und Beleuchtungssystem entwickelt, welches eine Bildaufnahme der Defekte ermöglicht. Dieses Kamera- und Beleuchtungssystem wird dann mit dem Handhabungssystem kombiniert, um eine 100 % Erfassung des Implantates in mehreren Bildaufnahmen zu ermöglichen. Im Anschluss wird eine Methode erforscht, um Defekte auf den Bildaufnahmen automatisiert zu erkennen. Das Handhabungssystem soll daraufhin Implantate mit Defekten aussortieren. Weiterhin ist eine Bedienoberfläche geplant, über die der Prüfstand parametriert werden kann und Entscheidungen des Systems visualisiert werden.
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