Factory-X: Autonomie und Energieeffizienz in der vernetzten Produktion
| Leitung: | Für IFW: Prof. Dr.-Ing. Berend Denkena |
| Team: | M.Sc. Jana Pralle, M.Sc. Alexander Böttcher, M.Sc. Bengt Rademacher |
| Jahr: | 2024 |
| Förderung: | BMWK (Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz) |
| Laufzeit: | 02/2024 – 06/2026 |
| Weitere Informationen | https://factory-x.org |
Unter der Führung von Siemens und SAP ist Factory-X ein Konsortium mit insgesamt 47 Partnern (Fraunhofer, DMG MORI, TRUMPF und weitere). Das IFW Hannover begleitet die Teilprojekte 2.6, 2.7 und 2.9.
TP 2.6 - Manufacturing as a Service (MaaS)
Um Planungsaufwände in der Auftragsabwicklung zu reduzieren, wird ein Algorithmus entwickelt, der Angebot und Nachfrage von Fertigungsbauteilen effizient abgleicht. Dies erfordert eine automatische Arbeits- und Kapazitätsplanung für Belegungszeiten und benötigte Hilfsmittel. Ziel ist die Entwicklung von Business-Applikationen zur Vernetzung in der Produktionsplanung. So wird die Reaktionsfähigkeit auf Störungen in der Lieferkette verbessert und die Wettbewerbsfähigkeit sowie Effizienz der Ressourcennutzung erhöht.
TP 2.7 - Autonomous Operation as a Service (AOaaS)
Flexible Produktionssysteme können im Zuge des Fachkräftemangels oft nur ineffizient betrieben werden. Mithilfe von künstlicher Intelligenz sollen daher Handlungsempfehlungen zur Prozessverbesserung automatisiert erkannt und umgesetzt werden. Ein Recommender-System soll bekannte Probleme und Optimierungsoptionen identifizieren und vorschlagen. Zur Sicherstellung der Wirtschaftlichkeit der Lösungen wird eine Kostenkalkulation integriert (KI-Assistent). Durch den föderierten Datenraum können benötigte Datenmengen bereitgestellt werden, was zu einer erhöhten Autonomie und optimiertem Betrieb der Maschinen führt.
TP 2.9 - Energy-Consumption and Load Management (EaLM)
Im Rahmen eines datenbasierten Energieeinsparungsaudits werden Ist-Zustand und Potenziale der Energieeinsparung ermittelt. Ein energetischer Digitaler Zwilling (eDT-X) soll die Grundlage einer Business-Applikation zum Energiemonitoring und zur Umsetzung von Energieeinsparfunktionen bilden. Der eDT-X ist nach Komponenten von Werkzeugmaschinen gegliedert, um Einsparfunktionen modular aufbauen zu können. Einzelne Einsparfunktionen sollen mithilfe von Softsensoren und Federated Learning analysiert und erstellt werden. Auf diese Weise können energieoptimierte Regelung und Produktionsplanung ermöglicht werden. Fabrikbetreiber und Maschinenhersteller erhalten Tools zur Überwachung, Steuerung und Reduktion ihres Energieeinsatzes