HY-Launch - Erweiterung und Inbetriebnahme einer Forschungs- und Entwicklungsinfrastruktur für den Produktentstehungsprozess von Faserverbund-Leichtbautanksystemen für Wasserstoff-Mobilitätsanwendungen, insbesondere in den Bereichen Luft- und Schifffahrt
| E-Mail: | schmidtc@ifw.uni-hannover.de |
| Team: | Kaczemirzk, Maximilian; Dr.-Ing. Schmidt, Carsten |
| Jahr: | 2024 |
| Förderung: | Bundesministerium für Verkehr - BMV |
| Laufzeit: | 12/2024 - 05/2027 |
Der Wasserstoff kann in unterschiedlichen Zuständen, z. B. flüssig oder gasförmig, gespeichert und damit für die Antriebstechnologie zugänglich gemacht werden. Jedes Derivat bringt dabei ihm eigene mechanische und thermische Anforderungen an die Speicherstruktur mit sich. Während beispielsweise Druckgaswasserstoff bei sehr hohem Druck von bis zu 700 bar gespeichert wird, erfolgt die Speicherung von kryogenem Flüssigwasserstoff bei geringem Druck, erfordert dafür allerdings niedrigste Temperaturen von bis zu -253 °C. Die technologische Fragestellung, welches Wasserstoffderivat in der Schifffahrt sowie für Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge eingesetzt wird, ist noch nicht abschließend geklärt. Für Langstreckenflugzeuge dagegen ist die hohe Dichte von kryogenem Flüssigwasserstoff entscheidend.
Zielsetzung
In diesem Projekt wird das Ziel verfolgt, eine Infrastruktur für die Erforschung und Entwicklung von Wasserstoffspeichersysteme aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff zu schaffen. Die Infrastruktur ist dabei auf die Entwicklung und Erprobung kompakter Tanksysteme und repräsentativer Testkörper ausgelegt, um eine Vielzahl an Material- und Konstruktionsparametern unter Berücksichtigung der technologischen Herausforderungen der unterschiedlichen Wasserstoffderivate effizient untersuchen zu können. Den kooperierenden Unternehmen steht somit eine Infrastruktur zur Verfügung, die technologieoffene Forschungs- und Entwicklungsarbeiten im Bereich der Leichtbau-Wasserstoffspeichersysteme zulässt.
Vorteile
Das Projekt ermöglicht es künftig insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), neuartige Wasserstoff-Tanksysteme in gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsprojekten und mit reduziertem wirtschaftlichem Risiko zu entwickeln und so bestehende Markteintrittsbarrieren abzubauen.
Vorgehen
Im Rahmen des Projektes wird eine Fertigungs- und Laborumgebung ausgelegt und umgesetzt, die an aktuelle und zukünftige Anforderungen von Leichtbau-Wasserstoffspeicherstrukturen angepasst ist. Ein Fokus liegt auf der Anschaffung eines laserbasierten Automated Fiber Placement (AFP) Systems zur automatisierten Fertigung von Tank- und Rohrleitungssystemen aus thermo- und duroplastischen Werkstoffen. Des Weiteren wird im Projekt die mechanische und thermische Prüfkapazität erweitern, um Tankstrukturen auch unter kryogenen Bedingungen zu validieren.
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Kontaktieren Sie Dr.-Ing. Carsten Schmidt per E-Mail an schmidtc@ifw.uni.hannover.de oder telefonisch unter +49 4141 77628 11.