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InTraBin - Innovative Trennschleifsegmente mit angepasster Bindung

InTraBin - Innovative Trennschleifsegmente mit angepasster Bindung

E-Mail:  mailto:ducke@ifw.uni-hannover.de
Team:  Ducke, Felix
Jahr:  2026
Förderung:  Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand - ZIM
Laufzeit:  05/26 - 04/28

Trennschleifwerkzeuge für Asphalt sind im Straßenbau weit verbreitet, weisen jedoch eine hohe Verschleißanfälligkeit und kurze Standzeiten auf. Ein zentrales Problem liegt in der mangelnden Anpassung herkömmlicher Werkzeuggeometrien und Bindungen an die komplexen Materialtrennmechanismen von Asphalt. Der Einsatz von Nickel als Bindungsbestandteil ist zudem ökologisch und regulatorisch zunehmend problematisch und steigert zusammen mit dem hohen Werkzeugverschleiß die Betriebskosten für Unternehmen erheblich. Nicht optimal angepasste Werkzeuge führen zu häufigem Wechsel, erhöhter Stillstandzeit und qualitativ nicht zufriedenstellenden Schnittergebnissen. Dies belastet Unternehmen in der Planung, Fertigung und im Betrieb. Innovative Trennschleifsegmente mit angepasster Geometrie und nickelfreier Bindung könnten diese Probleme adressieren und nachhaltige, wirtschaftliche Vorteile schaffen.

Zielsetzung

Ziel des Projekts ist die Entwicklung innovativer Trennschleifsegmente, deren Geometrie und Bindung gezielt auf die Anforderungen der Asphaltbearbeitung abgestimmt sind. Dabei werden neuartige, nickelfreie Eisenbasis-Bindungen und optimierte Segmentformen erforscht und charakterisiert, um den Werkzeugverschleiß signifikant zu reduzieren und die Standzeit zu erhöhen. Durch eine Kombination experimenteller Untersuchungen und analytischer Methoden sollen die Materialeigenschaften sowie das Einsatzverhalten so optimiert werden, dass die Effizienz und Lebensdauer von Trennschleifwerkzeugen deutlich verbessert werden. Für die betriebliche Praxis ergeben sich daraus weniger Werkzeugwechsel und geringere Maschinenstillstände, was die Betriebskosten senkt und den Ressourceneinsatz nachhaltiger gestaltet. Darüber hinaus erfüllen die entwickelten Werkzeuge regulatorische Anforderungen durch den Verzicht auf Nickel und ermöglichen eine konstant hohe Schnittqualität bei der Asphaltbearbeitung.

Vorteile

Durch die im Projekt entwickelten innovativen Trennschleifsegmente profitieren Unternehmen von einer deutlich längeren Standzeit und reduziertem Werkzeugverschleiß, was sowohl die Betriebs- als auch die Wechselkosten nachhaltig senkt. Die Einführung nickelfreier Eisenbasis-Bindungen unterstützt die Einhaltung aktueller regulatorischer Vorgaben und trägt zugleich zum Umweltschutz bei. Zusätzlich ermöglicht die optimierte Werkzeuggeometrie eine konstant hohe Schnittqualität und verbesserte Prozesssicherheit bei der Asphaltbearbeitung.

Vorgehen

Im Projekt arbeitet die Leibniz Universität Hannover in Kooperation mit Industripartnern systematisch an der Entwicklung und Bewertung neuer Trennschleifsegmente. Das Vorgehen umfasst Laboruntersuchungen zur gezielten Modifikation von Eisenbasis-Bindungen sowie die Erprobung verschiedener Geometrien und Hartstoffkombinationen. Die Teilprojekte erfassen die Optimierung der Wärmebehandlung, die Entwicklung intermetallischer Phasen und die Integration von Hartstoffpartikeln. Begleitend erfolgen Praxistests im Straßenbau, um die Leistungsfähigkeit der neuen Werkzeuge unter realen Bedingungen zu validieren. Regelmäßige Workshops mit den Projektpartnern gewährleisten den Wissenstransfer und die praxisnahe Ausrichtung der Entwicklungen.

 

Intressieren sie sich für Forschung im Rahmen der Schleifwerkzeugherstellung oder der Prozesstechnik? 

Kontaktieren Sie Felix Ducke per E-Mail an ducke@ifw.uni.hannover.de oder telefonisch unter +49 511 762 4569.