Herstellung von ungleichgeteilten Zerspanwerkzeugen durch kontinuierliches Wälzschleifen

Kategorien Konferenz (reviewed)
Jahr 2024
Autorinnen/Autoren Bergmann, B., Gärtner, N.:
Veröffentlicht in Schweizer Schleif-Symposium, 2024, 10. -11. September 2024, Zürich, 9 Seiten.
Beschreibung

Aufgrund der geringeren Herstellungszeit und -kosten sind kontinuierliche Wälzschleifverfahren in der Zahnradherstellung verbreiteter eingesetzt als diskontinuierliche Profilschleifverfahren. Zur Übertragung der Produktivitätsvorteile des Prozesses von der Zahnradherstellung auf das Werkzeugschleifen wurde der kontinuierliche Wälzschleifprozess auf die Herstellung von Zerspanwerkzeugen angepasst. Zur Herstellung von spezifischen Zerspanwerkzeugen und um den kontinuierlichen Wälzschleifprozess für Zerspanwerkzeuge in der Industrie zu etablieren, ist eine Methodik zur Auslegung des Prozesses notwendig. Insbesondere die Auslegung des Prozesses zur Herstellung von ungleichgeteilten Zerspanwerkzeugen ist dabei eine Herausforderung. Aus diesem Grund wird die Entwicklung einer Auslegungsmethodik des kontinuierlichen Wälzschleifprozesses zur Herstellung von ungleichgeteilten Zerspanwerkzeugen aufgezeigt. Zur Untersuchung des Einflusses der Schleifschneckenteilung auf die Teilung von Zerspanwerkzeugen wurde ein Teilungsfaktor eingeführt, durch welchen die Teilung der Schleifschnecke gezielt eingestellt werden kann. Es wird dabei deutlich, dass die Teilung der Schleifschnecke sich unmittelbar auf die Teilung von Zerspanwerkzeugen überträgt. Durch die Anpassung des Profilkopfwinkels der freiflächenerzeugenden Flanke auf die Schleifschneckenbreite können sowohl der Kern- und Außendurchmesser als auch die Span- und Freiwinkel konstant gehalten werden. Die Änderung der Schneckenteilung beeinflusst allerdings die Zahnrückengeometrie der Zerspanwerkzeuge aufgrund der variierenden Schneckengangbreite. Die Anpassung der Zahnrückengeometrie kann anhand der Zahndickenfaktoren über das Bezugsprofil der Schleifschnecke vorgenommen werden, wenngleich die Anpassung durch die resultierende Schneckengangbreite begrenzt ist.