Durch additive Formgebungsverfahren lassen sich profilierte und strukturierte Schleifwerkzeuge schnell, präzise und mit minimalem Nachbearbeitungsaufwand fertigen. So können sie auch flexibel an den jeweiligen Anwendungsfall angepasst werden. Zugleich ermöglicht die additive Formgebung einen Schritt in Richtung automatisierte Schleifwerkzeugherstellung. Mit dem Projekt AMgreenTools schafft das IFW die dafür notwendige Infrastruktur und ermöglicht erstmals die wissenschaftliche Erforschung der additiven Schleifwerkzeugherstellung mittels Binder-Jetting.
In diesem Jahr wurden bereits einige für die Untersuchungen notwendigen Anlagen in Betrieb genommen, beispielsweise ein neues Pulverbett-3D-Drucksystem. In ersten Versuchen sollen damit die Druckeigenschaften unterschiedlicher Pulvermischungen sowie der Einfluss verschiedener Druckeinstellungen auf die gefertigten Grünteile ermittelt werden.
Anfang 2026 werden zudem die Ofentechnik zum Entbinden und Sintern der additiv gefertigten Grünlinge sowie eine CNC-gesteuerte Maschine zum Abrichten von Schleifwerkzeugen mit komplexen Profilen aufgebaut. Ab April 2026 kann erstmals die gesamte additive Prozesskette vollständig im Versuchsfeld des IFW durchgeführt werden.
Das Vorhaben wird vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie vom Land Niedersachsen über die NBank gefördert. Das IFW dankt den Fördergebenden für die Unterstützung. Mit dem Ausbau der Forschungsinfrastruktur legt das Institut den Grundstein für die Erforschung der additiven Schleifscheibenherstellung und stärkt den Forschungsstandort Hannover.
Kontakt:
Für weitere Informationen steht Ihnen Maximilian Tontsch unter der Telefonnummer +49 511 762 18158 oder per E-Mail an tontsch@ifw.uni-hannover.de gern zur Verfügung.