Auf der JEC 2026 werden neue Entwicklungen im Bereich der faserverstärkten Kunststoffstrukturen (FVK) präsentiert. Diese sollen die Leistungsfähigkeit und Herstellbarkeit zukünftiger Leichtbaustrukturen verbessern.
Ein neuartiges Insert-Konzept, das vom IFW entwickelt wurde, wird anhand der hinteren Radaufhängung des CFK-Chassis des Krone Big X präsentiert. Die Inserts haben ihre praktische Eignung bereits auf dem X-Poster Prüfstand von Krone unter Beweis gestellt. Aufgrund seiner Skalierbarkeit ist der Einsatz nicht auf Landmaschinen beschränkt, sondern prinzipiell in sämtlichen FVK-Anwendungen möglich.
Experimentelle Untersuchungen zeigen, dass sich die aufnehmbare Last durch den Einsatz des Inserts um mehr als 100 Prozent gegenüber unverstärkten Proben steigern lässt. Das Projekt wurde im Rahmen des Technologietransfer-Programms Leichtbau (TTP LB) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) gefördert. Wir danken dem BMWE für die Förderung des Projekts. Außerdem gilt unser Dank den Projektpartnern Krone Maschinenfabrik GmbH, MD Composites GmbH und dem PuK der TU Clausthal.
Darüber hinaus wurde eine automatisierte Entwurfsmethodik als Finalist der JEC Awards 2026 ausgezeichnet. Der Ansatz überführt das Ergebnis einer Topologieoptimierung in eine mit automated-fiber-placement (AFP) fertigbare Geometrie, indem Fertigungsrestriktionen als digitale Designregeln direkt in den Entwicklungsprozess integriert werden. Aufgrund der systemunabhängigen Auslegung lässt sich der entwickelte Ansatz auf beliebige AFP-Systeme sowie unterschiedliche Flugzeugrümpfe, Tragflächen sowie weitere gewichtsoptimierte Bauteile übertragen.
Das Ziel des zugrundeliegenden Projektes besteht darin, Flugzeugstrukturen und zugehörige Prozessketten integriert zu entwerfen, wobei der Fokus insbesondere auf automatisierten Faserlegetechnologien für eine ressourcenschonende Herstellung von Leichtbaustrukturen liegt. Dies wurde mit der Fertigung von zwei Full-Scale Rumpfausschnitten der MDA1 eViator demonstriert, einem vollelektrischen CS-23-Regionalflugzeug mit zehn Sitzen, das im Rahmen des Projekts SHOREliner entwickelt wird.
Das innovative Luftfahrzeug kombiniert Faserverbundleichtbau mit einem Batteriewechselsystem und ermöglicht emissionsfreie Kurzstreckenflüge in ökologisch sensiblen Küstenregionen. Das Projekt ist Teil des Luftfahrtforschungsprogramms (LUFO VI-3) und wird gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages, unterstützt durch den Projektträger Luftfahrtforschung (PT-LF) des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).
Wir danken dem BMWE für die Förderung des Projekts. Außerdem gilt unser Dank den Projektpartnern MD Aircraft, Broetje Automation, dem PuK der TU Clausthal und dem IFL der TU Braunschweig.
Die vorgestellten Technologien verdeutlichen das große Innovationspotenzial moderner Konzepte aus FVK und zeigen Wege zu belastbareren, effizienteren und nachhaltiger produzierbaren Leichtbaustrukturen in verschiedenen Industriebereichen auf. Nutzen Sie die Gelegenheit, sich über die neuesten Technologien zu informieren und mit unseren Fachleuten ins Gespräch zu kommen.
Kontakt:
Für weitere Informationen steht Ihnen David Garthe unter der Telefonnummer +49 4141 77638 24 oder per E-Mail an garthe@ifw.uni-hannover.de gern zur Verfügung.