Die neue Förderzusage der DFG ermöglicht dem Verbund, seine ambitionierten Ziele weiter zu verfolgen: Mehr als zehn Millionen Euro fließen in den kommenden dreieinhalb Jahren in die Erforschung sicherer, smarter Implantatsysteme.
Im Zentrum stehen Implantate mit Sensorik, Monitoring und infektionsreaktiven Funktionen für Anwendungen in Zahnmedizin, Orthopädie und Hörimplantaten. Damit soll erstmals ein kontinuierliches Monitoring der Implantatfunktion möglich werden, Komplikationen wie Infektionen oder mechanische Defekte frühzeitig erkannt und im Idealfall durch selbstregulierende („Closed-Loop“) Konzepte biomimetisch repariert oder stabilisiert werden.
Die Projekte mit IFW-Beteiligung bringen dabei besondere ingenieurwissenschaftliche Kompetenz in den Verbund ein:
- In Projekt A01 wird an Methoden zum Lebenszyklus-Management von Implantaten geforscht – mit dem Ziel, einen digitalen Implantatszwilling im virtuellen Raum nutzbar machen zu können. Am Beispiel der Knieendoprothese werden Verschleiß und Gangmuster identifiziert und individuelle Heilungsverläufe datenbasiert unterstützt.
- In Projekt A04 werden modulare Implantatverbindungen am Beispiel der Hüftendoprothese untersucht: Durch optimierte Materialverbindungen, verbesserte Oberflächen und neue Fertigungsverfahren sollen modulare Systeme robuster, zuverlässiger und langlebiger werden.
Der Verbund vereint mehr als 150 Forschende verschiedener Disziplinen (Medizin, Natur- und Ingenieurwissenschaften) und setzt auf interdisziplinäre Zusammenarbeit sowie patientenorientierte Innovation. Damit ebnet SIIRI den Weg für Implantate, die nicht nur funktional, sondern sicher, langlebig und smart sind.
Kontakt:
Für weitere Informationen steht Ihnen Max Eggers unter der Telefonnummer +49 511 762 4341 oder per E-Mail an gern zur Verfügung.