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„Dr.-Ing." steht auch deinem Namen gut!

„Was bringt mir die Promotion?",

„Wie lange dauert sie?", 

„Was macht ein wissenschaftlicher Mitarbeiter nach der Vorlesung?".

Eine Ingenieurspromotion kann der eigenen Karriere einen gewaltigen Schub verschaffen. Doch was eigentlich dahinter steckt,  ist den wenigsten Studenten, die sich erstmalig mit ihrer Zeit nach dem Studium befassen müssen, bekannt. Jedoch ist die Anstellung als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut eine echte Alternative zum Einstieg in die Industrie. Im Rahmen der Aktion „Der Dr.-Ing. steht auch deinem Namen gut!“ führen wir interessierte Studenten und zukünftigen Absolventen in das Thema Promotion ein und geben ihnen einen Einblick in unseren Arbeitsalltag.

 

Die folgenden Themenschwerpunkte werden im Rahmen unserer Aktion behandelt.

 

Solltet ihr weitere Fragen rund um die Promotion haben, könnt ihr natürlich gerne jeden unserer wissenschaftlichen Mitarbeiter darauf ansprechen. Wir stehen euch mit Rat und Tat zur Seite.

Interessante Informationen rund um den Ablauf einer Promotion

Die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften (ACATECH) hat in ihrer Empfehlung zur Zukunft der Ingenieurpromotion eine interessante und verständliche Beschreibung des Ablaufes veröffentlicht. 

Das klassische Modell der Promotion am Institut (Assistenz-Promotion genannt) wird hier eingehend beschrieben.

Zusätzlich finden sich interessante Statistiken rund um die Promotion sowie Empfehlungen zum Promotionsablauf, denen auch das IFW folge leistet. Die Empfehlung findet sich unter folgendem Link:

http://www.acatech.de/fileadmin/user_upload/Baumstruktur_nach_Website
/Acatech/root/de/Publikationen/Projektberichte/Acatech_Ingenieurpromotion_FINAL.pdf

Die Promotion für die eigene Karriere

Für die eigene Karriere kann die Promotion einen wichtigen Schub bringen. Immerhin sind 60 % aller Vorstandsvorsitzenden im deutschen Maschinenbau promoviert. Und auch sonst nehmen promovierte Ingenieure zu großen Teilen führende Positionen in ihren Unternehmen ein. Die Gehaltseinbußen die Promotionsstudenten dabei im Rahmen ihrer Zeit am Institut in Kauf nehmen, amortisieren sich dabei im späteren Verlauf Ihrer Karriere. Der Doktortitel allein ist dafür jedoch kein Garant. Viel mehr sind die Fähigkeiten, die im Rahmen der Institutszeit erlernt werden, der Schlüssel zum Erfolg.

Ein weiterer Aspekt der Promotion ist die Möglichkeit sich aus einer Idee heraus selbstständig zu machen. Wissenschaftliche Mitarbeiter kommen täglich mit allerlei Problemen und Lösungen aus dem industriellen Umfeld in Kontakt und können im Rahmen ihrer Arbeit Lösungen entwickeln, die der Markt braucht. Zudem finden sich im Institutsumfeld oft Fördermöglichkeiten, die den Start in das eigene Unternehmen erheblich erleichtern.

Häufige Fragen rund um die Promotion und die Arbeit am Institut

  • Wissenschaftlicher Mitarbeiter = Promotion?

Theoretisch „nein“, praktisch „ja“! Die offizielle Einstellung des wissenschaftlichen Mitarbeiters erfolgt „mit der Möglichkeit zur Promotion“, was bedeutet, dass die Promotion im Rahmen der Tätigkeit freiwillig angefertigt werden kann. Jedoch streben in der Regel nahezu 100 % unserer wissenschaftlichen Mitarbeiter eine Promotion an. Einige habilitieren sogar! 

  • Wie findet man ein Promotionsthema?

Das Thema ist nicht von Beginn an vorgegeben und findet sich aus einer Vielzahl unterschiedlicher Einflüsse: So kann das Thema einerseits aus Teilaspekten der bearbeiteten Forschungs- oder Industrieprojekte entstehen oder andererseits diese vereinen. Die Wahl des Themas liegt dabei vollständig beim wissenschaftlichen Mitarbeiter, der dieses nach eigenen Wünschen und Vorstellungen frei gestalten kann. Einige Rahmenbedingungen müssen jedoch beachtet werden. So muss eine wissenschaftliche Problemstellung gegeben und die erarbeitete Lösung allgemeingültig anwendbar sein. Bei der Themendefinition tauschen sich die Mitarbeiter untereinander aus. Die Freigabe des Themas erfolgt durch den Professor, der einem ebenfalls mit konstruktiven Ratschlägen zur Seite steht.

 

  • Wie lange dauert eine Promotion am Institut?

In der Regel dauert eine Promotion durchschnittlich 5 Jahre. Die Promotionsdauer ist dabei sehr stark abhängig von der eigenen Motivation.

 

  • Was verdient ein wissenschaftlicher Mitarbeiter

Für wissenschaftliche Mitarbeiter gilt der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L). Absolventen mit Universitätsabschluss erhalten dabei die Entgeltgruppe 13 beginnend mit Stufe 1, was derzeit einem Einstiegsgehalt von 43967,00 € brutto entspricht. Jedoch steigt dieses Gehalt bereits nach einem Jahr auf die zweite Stufe (derzeit 48801,25 € brutto). Die aktuellen Tarife finden sich unter: http://oeffentlicher-dienst.info/tv-l/west/

 

  • Welche Unterschiede gibt es zwischen der Promotion an der Universität und im Unternehmen

Auch die Promotion in einem Unternehmen findet gemeinsam mit einer Hochschule statt, da auch dort ein Professor als Doktorvater erforderlich ist. Unterschiede gibt es in der Dauer der Promotion. In der Regel wird von den Unternehmen ein fester Zeitraum vorausgesetzt, was ein erhöhtes Risiko für den Promotionsstudenten mit sich bringt. Ein Promotionsstudent in der Industrie verdient in der Regel etwa die Hälfte eines wissenschaftlichen Mitarbeiters.

 

  • Was gibt es für Voraussetzungen für eine Promotion

Für die Promotion gibt es keine besonderen Voraussetzungen. Die Einstellungskriterien als wissenschaftlicher Mitarbeiter entsprechen den gängigen Kriterien von Industrieunternehmen.

 

  • Ich habe an einer Fachhochschule studiert. Kann ich mit meinem Abschluss promovieren?

Auch Absolventen einer Fachhochschule können als wissenschaftliche Mitarbeiter tätig sein und promovieren. Hierfür müssen sie lediglich im Rahmen ihrer Tätigkeit am Institut ein paar ausgewählte Prüfungsleistungen erbringen.