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Verbesserung der Flexibilität und der Prozesssicherheit diamantbesetzter Trennschleifscheiben bei der Bearbeitung von Naturstein und Beton

Verbesserung der Flexibilität und der Prozesssicherheit diamantbesetzter Trennschleifscheiben bei der Bearbeitung von Naturstein und Beton

Email:  Benjamin Konopatzki Wissenschaftlicher Mitarbeiter Telefon: 0511 762 5959 E-Mail: Konopatzki@ifw.uni-hannover.de
Year:  2012
Date:  14-05-12
Sponsors:  AiF
Lifespan:  12/2010-2/2013
Is Finished:  yes

Beschreibung:

Der Trennschleifprozess von Gesteinen ist bislang durch einen Selbstschärfeffekt der Werkzeuge geprägt, wodurch diese auf bestimmte Werkstoffeigenschaften angepasst und mit definierten Schnittparametern betrieben werden müssen. Aus diesem Grund sind in Produktionsstätten mit einer großen Bandbreite an zu bearbeitenden Werkstoffen zeit- und kostenintensive Werkzeugwechsel erforderlich, was sowohl die Flexibilität als auch die Produktivität in der Fertigung einschränkt. Im Rahmen dieses Forschungs¬vorhabens wird daher eine Vorrichtung entwickelt, die eine gezielte Beeinflussung des für den Schleifprozess wesentlichen Schneidkornüberstands hK mittels kontakterosiver Wirkmechanismen ermöglicht. Hierdurch können erstmals unterschiedliche Werkstoffe mit demselben Werkzeug prozesssicher und produktiv bearbeitet werden.

Details/aktueller Projektstand:

Ein umfassendes Anforderungsprofil für eine auf dem Prinzip der Kontakterosion basierenden Schärftechnologie für metallische Schleifsegmente wurde erstellt. Auf dieser Basis wurde eine kontakterosive Schärfeinheit als Demonstrator konzipiert, gebaut und an die Versuchsmaschine appliziert. Parallel hierzu wurde die Messtechnik zur Erfassung der Werkzeugschwingungen an die Trennschleifmaschine adaptiert und Schwingungscharakteristika für verschiedene Betriebszustände bestimmt. In den zum Ende des Berichtszeitraums bereits durchgeführten und noch abzuschließenden Trennschleifuntersuchungen wurde der Einfluss des Werkstoffwechsels auf den Werkzeugbetriebszustand analysiert und die Wirkmechanismen der Kontakterosion auf die Schleifsegmenttopographie bei systematisch variierten Stellgrößen ermittelt. Spezifisch angepasste Werkzeugspezifikationen wurden mit einem Werkzeughersteller diskutiert und in Auftrag gegeben. Diese werden ebenfalls auf ihr Potential hinsichtlich des Einsatzes an verschiedenen Gesteinsgruppen untersucht.