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[G_TOP] - Gewichtung technologischer und operativer Produktionsziele im Rahmen der Arbeitsplanung

[G_TOP] - Gewichtung technologischer und operativer Produktionsziele im Rahmen der Arbeitsplanung

Email:  dengler@ifw.uni-hannover.de
Year:  2011
Sponsors:  DFG-Förderung
Lifespan:  03/2009 - 04/2011
Is Finished:  yes

Das Ziel des Projektes [G_TOP] war die Entwicklung einer Methode zur Steuerung der Arbeitsvorbereitung für die Optimierung von Produktionsprozessen unter Berücksichtigung der strategischen Unternehmensausrichtung. Hierbei erfolgt eine Synchronisation der strategischen, operativen und technologischen Ziele innerhalb der Funktionsbereiche Konstruktion, Arbeitsvorbereitung und Fertigung für eine Werkstattfertigung.
Um dieses Ziel zu erreichen, wurden zunächst in Gesprächen mit Experten aus verschiedenen Unternehmen ermittelte Teilziele der Funktionsbereiche sowie Zielkonflikte zwischen diesen Bereichen identifiziert, analysiert und abgebildet. Anschließend wurde eine Methode entwickelt, mit welcher eine Konfliktanalyse sowie eine Optimierung innerhalb der Arbeitsvorbereitung basierend auf funktionsbereichsübergreifenden, strategischen Unternehmenszielen gewährleistet werden kann. Hierzu wurde ein Demonstrator entwickelt, welcher mittels Kennzahlen Wechselwirkungen zwischen den Bereichen der strategischen Unternehmensführung, der Konstruktion, Arbeitsvorbereitung sowie der Fertigung anhand von Parametern vorhandener Zeiten, Kosten sowie der Prozessqualität identifiziert. Durch die Identifikation dieser Wechselwirkungen ist es möglich, Defizite des Istzustandes (z. B. in Bezug auf Fertigungszeiten) festzustellen und diesen entgegenzuwirken. Hierfür wurden entsprechende Handlungsempfehlungen für die Arbeitsvorbereitung zur Optimierung aktueller und mittelfristig geplanter Prozessabläufe, z. B. zum Einsatz verschiedener Maschinen zur Erhöhung der Verfügbarkeit in der Fertigung, entwickelt. Des Weiteren wurden Szenarien aufgestellt, die eine situationsadäquate Lösung hinsichtlich der Integration der strategischen Unternehmensziele in die Arbeitsvorbereitung unter Berücksichtigung bestehender Zielsetzungen beschreiben. Durch eine iterative Überprüfung der Daten und Abstimmung der Gewichtung wird der Zielerreichungsgrad überprüft und die Handlungsempfehlungen dem jeweiligen Istzustand sowie dem zugehörigen Szenario angepasst Eine Evaluierung der Methode innerhalb eines Referenzprozesses eines Industriepartners im Bereich des Maschinen- und Anlagenbaus hat beispielsweise ergeben, dass die Verfügbarkeit in der Fertigung durch eine angepasste Maschinenauslastung und Verteilung der Aufträge um 9,5 % erhöht werden kann.
Mit dieser Methode ist es nun möglich, strategische Unternehmensziele, welche Auswirkungen auf die gesamte Produktion haben, innerhalb der Arbeitsvorbereitung zu integrieren und entsprechende Optimierungspotenziale, z. B. eine bessere Durchlaufzeit oder Reduzierung der Prozesskosten, zu identifizieren und zu nutzen. Hierbei erfolgt eine Berücksichtigung der Wechselwirkungen zwischen den Zielgrößen im Gesamtsystem der Produktion. Somit ist mit Anwendung der Methode eine bessere Planungsqualität unter Berücksichtigung aller wesentlichen Interessengruppen (z. B. Unternehmensleitung, Kunde und Produktion) möglich.